8.Dezember – 10. Dezember JENSEITS DES TELLERRANDES AUSSTELLUNG/ „full house“

Foto: Gut Gasteil

AUSSTELLUNG/ „full house“ Gut Gasteil Charlotte und Johannes Seidl

2640 Prigglitz, Gasteil 1

Freitag, 8.Dezember 2017 bis 10. Dezember

2017 um 10:00 Uhr – 18:00 Uhr 2630 38370 www.kulturverein-wimpassing.at

2662 456 33, seidl@gutgasteil.at www.gutgasteil.at

Zum traditionellen „full house“ als Schluss- punkt der Ausstellungssaison, laden die beiden Bildhauer Charlotte und Johannes Seidl diesmal vom 8. bis 10. Dezember auf‘s Gut Gasteil im südlichen Niederösterreich. Kleine Formate, Gefäße, Plastiken und Objekte sowie Werke

der zahlreichen Gut Gasteil- Künstler und neue Arbeiten von Andrea Schnell, Richard Kaplenig, Lotte Seyerl, Anna Maria Brandstätter, Birgit Sau- er, den Schichtarbeitern, Helga Cmelka und dem syrischen Künstler Rifaae bieten eine vielfältige und reichhaltige Auswahl, bestes geeignet auch auch für ganz besondere und exquisite Weih- nachtsgeschenke!

Die „Kunst in der Landschaft“ auf dem 16 Hektar großen Areal rund um das Hauptgebäude von

Gut Gasteil, die heuer ihr 25jähriges Jubiläum feierte, hat mehrfachen Zuwachs bekommen: Das Jahresmotto „gemeinsam“  wurde von den eigeladenen Künstlern in Stahl, Holz und Kunstfaser spannend interpretiert. Die Rundgänge zu den Objekten sind das ganze Jahr über zugänglich – entsprechende Kleidung und Schuhwerk vorausgesetzt.

Neue Bilder von Anna Maria Brandstätter bis

Lotte Seyerl

Charlotte Seidl setzt ihre Serie der „Kleinen Szenen“, in Form von in Ton geritzten und gla- sierten Bildern in der Größe 34 x 34 Zentimeter konsequent fort und ist mittleweile bei mehr als

300 Stück angekommen. Kein Ende in Sicht. Thematisch haben sie sich im zu Ende gehenden Jahr unter anderem mit der Situation der Frau und den Befindlichkeiten, die Charlotte Seidl als Symbol für die Gesellschaft und aktuelle Ent- wicklungen wahrnimmt, beschäftigt.

Kunst in der Landschaft

 

Neue große Frauenskulpturen von Charlotte Seidl, verknüpft  mit den Elementen Wasser, Wind und Zeit erweitern die Objekte der Kunst in der Landschaft und eine andere aktuelle Figurenrei- he trägt den Titel „Schreitiere“.  Ein Schrei, um

auf ihre Situationen aufmerksam zu machen, und sie haben durchaus etwas Aufmüpfig-Kla- gendes an sich. Willi Kattender hat das stache- lige Holzobjekt „Phrasso“ – Schutzwall auf der großen Wiese auch als Gedankenanstoß gebaut: Zwischen spielerischer Ineinanderfügung von Stäben martialisch-feindseliger Absicht ist viel Deutungsspielraum.

 

Die drei reduziert wirkenden Metallobjekte

„Überbrückung“,  „Change“ und „Yin & Yang“ von Andreas Sagmeister stehen als Zwischenstücke zwischen Grund und Freiraum, als Andeutung der möglichen Fortführung der Form. Anna Maria Brandstätter gestaltete anlässlich des 25jährigen

 

Bestehens der Kunst in der Landschaft am Gut Gasteil „3 Fahnen“, die um den Bereich der Galerie und den hausnahen Ausstellungsbereich wehen. Mit „atlas. axis. eine subtile kommunika- tion“ hat Sylvia Kummer die beiden Halswirbel Atlas und Axis in überdimensionierter Form aus Kunstfaser zum Symbol für die Fragilität lebens- notwendiger Kommunikation erhoben. Gleich- zeitig lädt sie zur optischen und haptischen Auseinandersetzung. Es geht nur miteinander

und berühren ist ausdrücklich gewünscht.

Richard Kaplenig präsentiert auch in seinen neuen Bildern Objekte des Alltags, die er solitär heraushebt und in traditioneller Öl-auf-Lein- wand-Technik farblich reduziert, dafür umso plastischer erscheinen lässt.

 

Stark graphisch akzentuiert sind die neuen Bilder von Andrea Schnell.

 

Lotte Seyerl hebt die Einzelperson aus der Masse und verleiht ihr vor einem neutralen Hin- tergrund in zarten Pastellfarbtönen eine eigene Geschichte – sparsame Gesten und Körperhaltungen gewinnen starke Ausdruckskraft. Stark schwarz-weiß kontrastiert sind neue Portraits.

 

Anna Maria Brandstätter nimmt sich in neuen Bildern mit Bleistift und Tusche des Themas Wald an. Sie nimmt damit Bezug auf die illegalen Ab- holzungen in Polen, im Gebiet des letzten großen europäischen Tiefland-Urwalds, der von der EU als Naturschutzgebiet für gefährdete wildlebende Pflanzen und Tiere deklariert wurde.

 

In Maria Mosers kraftvollen Malereien haben

seit vergangenem Jahr zusätzlich zum Werkstoff Eisen die Eis- und Berglandschaften Patagoniens Einzug gehalten: So mischt sich nun strahlen-

des Weiß und schimmerndes Weißgold in das heißblütige Rot oder wärmende Gelborange als in Farbe gesetzte emotionale Lebenssituationen.

 

Mit anderen Mitteln lässt das Bühnenmaler-Duo

„Die Schichtarbeiter“ in Seelenlandschaften blicken. Aus der Faszination für das Material ergeben sich schichtweise fantastische Bildtiefen.

 

Birgit Sauer hat aus den bisher in ihren Arbeiten eingesetzten Techniken Photographie, Malerei, Radierung und digitale Bearbeitung eine neue Mischtechnik entwickelt, mit der sie nun das Bildgeschehen auf Aluminiumuntergrund in eine dreidimensionale Tiefe trägt – mit leuchtenden Farben und strahlenden Metallreflexen. Thema- tisch bleibt Birgit Sauer bei Sinn und Sinnlichkeit und starken Einzelprotagonistinnen.

 

Mit Rifaae kommt auch einer der zahlreichen syrischen Künstler mit seinen Bildern zu Wort, die vor dem Krieg in Syrien geflüchtet sind und in Österreich eine Bleibe gefunden haben. Er arbeitet mit Acryl, Sand und Leim auf Leinwand.

Mit der Metapher von Tierfiguren wie Vögeln oder Fischen, oder auch abstrakten, schwebenden Formen erzählt er vom Thema der Freiheit und

der Überwindung von Grenzen.

Die Fülle der Formate und Themen

 

Die Ausstellung bespielt das ganze Haus und beinhaltet Malerei und Grafik, von:

Christian Ludwig Attersee, Franz Blaas, Anna Maria Brandstätter, Andreas Buisman, Ilse Gewolf, Robert Hammerstiel, Romuald Hazoumé,

Nadja Hlavka, Edgar Holzknecht, Marina Horvath, Barbara Höller, Gustav Januš, Mela Kaltenegger, Richard Kaplenig, Martha Kerschhofer, Edeltraud Kolar, Harald Kutschera, Edith Lechner, Franka Lechner, Lubomir, Nina Maron, Hannes Mle-

nek, Maria Moser, Leena Naumanen, Valentin Oman, Ona B., Werner Rischanek, Birgit Sauer, Die Schichtarbeiter, Andrea Schnell, Johannes und Charlotte Seidl, Saskja Seidl, Lotte Seyerl, Leonard Sheil, Hans Staudacher, Veronika Stei- ner, Julian Taupe, Maria Temnitschka, Gerlinde Thuma, Andrea Trabitsch, Claudia Unterluggauer, Silvia Weiß, Mario Wesecky, Maria Wetter, Herwig Zens und anderen. Skulpturen von den Seidls.

 

Darüberhinaus gibt es neue Gefäße, Schafwoll- teppiche nach eigenen Entwürfen und gewebte Wolldecken – jedes Stück ein Unikat. Kulinarisches Angebot

 

Das Kunstangebot wird in bewährter Weise ergänzt durch das kulinarische Programm im Biobuffet.

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